Petes
Wetterstation Breinberg (585 m), Neumarkt am Wallersee, Salzburg,
Austria

Ermittlung
der Sonnenscheindauer
Es geht auch
einfach
Für Hobby-Wetterfrösche, die kein
Solarstrahlungs-Messgerät besitzen bzw. die sich nicht
mit komplizierten theoretischen
Überlegungen
beschäftigen wollen, habe ich folgende Info:
Vereinfachte
Ermittlung der Sonnenstunden pro Tag
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Es
geht auch kompliziert
Nur
für besonders
Interessierte:
Informationen zur Sonnenstunden-Berechnung und zum Schwellenwert
Für den Hobbybereich
(Zu einem Teil handelt es sich um private Ansichten eines
Hobby-Meteorologen
ohne Anspruch
auf
wissenschaftliche Gültigkeit)
Der exakt horizontal ausgerichtete Solarsensor misst die Globalstrahlung.
Die Globalstrahlung setzt sich
zusammen aus der direkten Strahlung
und der diffusen Strahlung.
Diffuse Strahlung ist der
Anteil der Sonnenstrahlung, der auf seinem Weg durch die Erdatmosphäre
an Luftmolekülen, Staub, Niederschlag, Partikel oder Wolken gestreut
wird. Die
diffuse Strahlung
erreicht die Erdoberfläche nicht auf direktem geraden Weg sondern
indirekt aus
allen Richtungen.
Im Hobbybereich
wird meistens
mit der gesamten Globalstrahlung
gearbeitet,
wobei dafür gerne die Begriffe Solarstrahlung
oder Einstrahlung verwendet
werden.
Im Profibereich
wird ebenfalls die Globalstrahlung gemessen und angezeigt.
Aber für die Berechnung der Sonnenstunden wird die diffuse Strahlung
von der Globalstrahlung abgezogen, um die direkte Strahlung zu
ermitteln.
(Direkte Strahlung = Globalstrahlung - diffuse Strahlung)
Hier wird also die Sonnenscheindauer anhand der direkten Strahlung berechnet.
Anmerkung:
Petes Hobby-Wetterstation verwendet mehrere Methoden zur Ermittlung der
Sonnenscheindauer,
daher darf angenommen werden, dass die angebenen Sonnenstunden
einigermaßen
realistisch sind,
wobei darauf hingewiesen wird, dass für Richtigkeit, Genauigkeit und
Vollständigkeit
der Wetterdaten keine Haftung oder Verantwortung übernommen wird.
Kurz noch ein paar Sätze zum Profibereich:
Im Profibereich
gilt 120 Watt/m² als fixer Schwellenwert, wobei die
Wattzahl je nach Sonnenhöhenwinkel
umgerechnet wird. So sind z. B. im Mai
32 Watt/m² um 6 Uhr Früh umgerechnet 350 Watt/m² und somit Sonnenschein.
Dies erfolgt entweder durch Umrechnung des horizontal gemessenen Werts
in einen Vertikalwert oder mit
sehr teuren Profigeräten (Pyrheliometer mit Suntracker), die per GPS
exakt der
Sonnenposition folgen.
Auf der Sonnblick-Webcam
kann man per Animation zusehen, wie ein Pyrheliometer mit Suntracker
die Sonne "verfolgt".
(Im Menu "Abspielen" anklicken und dann "Zeitraffer vorwärts")
Und jetzt zum Hobbybereich:
Die Messung der Solarstrahlung (Watt/m²) erfolgt mit einem exakt
waagrecht ausgerichteten Solarsensor.
Ist der gemessene Wert höher als der Schwellenwert (z. B. 120 Watt/m²),
wird Sonnenschein angenommen.
Die folgenden Überlegungen kann man sich ersparen, wenn man - auch
als
Hobby-Wetterfrosch - eine
entsprechende Wetter-Software verwendet, welche die im Profibereich
genannten Punkte berücksichtigt.
Damit könnte man auf die folgenden Ausführungen verzichten.
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Im
Unterschied zu der von manchen Stationen praktizierten Methode, das
ganze Jahr hindurch
einen fixen
Schwellenwert (zum Beispiel 120 oder 200 Watt/m²) anzwenden,
ziehe ich für den Hobbybereich
in einer von meinen Ermittlungsmethoden
die Verwendung
eines variablen Schwellenwerts
vor.
Eines
meiner Argumente gegen die Verwendung eines fixen Schwellenwerts im
Hobbybereich:
Beispiel fixer Schwellenwert für das ganze Jahr 200 Watt/m²
Im Juni können 200 Watt/m²
bereits bei bedecktem Himmel
gemessen werden.
Im Dezember können am frühen
Vormittag und am späteren Nachmittag 200 Watt/m²
nicht einmal bei Sonnenschein
erreicht werden.
Noch problematischer wirkt sich der fixe
Schwellenwert 120 Watt/m² im Sommer aus.
Das ist auch der Grund, warum manche Hobby- bzw. Privatstationen im
Sommer zum Beispiel
sieben Stunden Sonnenschein melden, obwohl der Himmel den ganzen Tag
lang
bedeckt war.
Konkret war dies zum Beispiel am 6.
Juni 2021 bei bedecktem Himmel der Fall.
Mattsee, Salzburg und meine Station
haben 0
Sonnenstunden gemeldet.
Eine Flachgauer Hobby-Station, die
ganzjährig mit Schwellenwert 120 W/m²
arbeitet, hat 11 Sonnenstunden für den
6. Juni 2021 angegeben.
Variabler
Schwellenwert
Auf Grund eigener Beobachtungen, Überlegungen und Berechnungen habe ich
die Schwellenwerte
an die Sinusfunktion bzw. Sinuskurve der
"Tageslängen im Jahresverlauf"
angepasst bzw. berechnet.
Die Sache mit dem variablen
Schwellenwert ist eigentlich auf meinem eigenen Mist
gewachsen,
sozusagen eine experimentelle-Eigenbau-Konstruktion, die für bestimmte
Zwecke genützt wird.
Der variable Schwellenwert wird bei einer
meiner drei Methoden zur Sonnenstunden-Berechnung verwendet.
Schwellenwert-Tabelle
Schwellenwerte
von 120 bis 280 Watt/m²

Somit
steht für jeden einzelnen Tag des Jahres ein eigener Schwellenwert zur
Verfügung.
Dieses von mir entwickelte Verfahren erhebt keinen Anspruch auf
wissenschaftliche Richtigkeit bzw. Gültigkeit.
Allerdings weist die weitgehende Übereinstimmung meiner Ergebnisse mit
den von
Profi-Stationen mit
Spezialinstrumenten (Pyrheliometer etc.) ermittelten Messwerten
auf eine gewisse Brauchbarkeit dieser indirekten Berechnungsmethode hin.
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